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Untertitel/Vorspann: Speziell im Bobsport kommt es auf die perfekte Kombination aus Feeling des Menschen, Nutzung von High Tech-Materialien, exakter Formgebung und feinfühliger Bearbeitung an. Die Bob-Goldmedaillen- und Weltcup-Gewinnerin Sandra Kiriasis setzt deshalb u. a. auf die ISCAR Germany GmbH als Partner für die Präzisions-Fräsbearbeitung ihrer Sieger-Kufen.
Fließtext: Am 12. 10. 2006 erhielt die ISCAR Germany GmbH im Stammhaus in Ettlingen einen nicht alltäglichen (Arbeits)Besuch. Sandra Kiriasis, die mit ihren 31 Jahren schon so ziemlich alles gewonnen hat, was man in der internationalen Wintersportart Bob so gewinnen kann, gab sich die Ehre und wollte persönlich mit dabei sein, wenn im Technikum der ISCAR die Kufen für ihren Zweierbob gefertigt werden. Sandra Kiriasis, Goldmedaille zur Winterolympiade 2006, Weltmeisterin 2005, Europameisterin 2006, ohne Unterbrechung Deutsche Meisterin ab 2003 und bis 2006, 25 Weltcup-Goldmedaillen, ohne Unterbrechung Weltcup-Gesamtsiegerin ab 2003 und bis 2006 – das ist vor allem sehr sympathische Frauenpower und Team-Leadership. Denn zum „BobTeam Sandra Kiriasis“ (Pilotin) gehören auch die Bobfahrerinnen Anja Schneideheinze (Bremserin seit 2001) und Berit Wiacker (Bremserin seit 2002), das Trainer-Duo Wolfgang Hoppe und Bernd Lehmann sowie natürlich „der“ Bob! Damit Sandra Kiriasis und ihrem Zweierbob-Team auch in Zukunft der Erfolg erhalten bleibt, wird permanent an technischen Verbesserungen gefeilt, was sich aber seit dem Sommer 2006 in der Praxis nicht mehr so ganz einfach gestaltet. Denn der Internationale Bobsportverband FIBT hat vor kurzem die Regeln für das Material und auch die Beschaffenheit der Kufen verschärft. Was wohl nicht anders zu verstehen ist, als der Dominanz des deutschen Zweierbob-Damenteams, das seit 2001 insgesamt 56 nationale und internationale Medaillen heimgefahren hat, mit Hilfe von Regeländerungen ein bisschen Einhalt zu gebieten.
Gesucht: Metallbearbeitungs-Profis Durfte früher jedes Team selbst ausprobieren und festlegen, welcher Stahl in welcher Härte und in welcher Bearbeitung eingesetzt wird und wie die Kufen zu präparieren sind, so ist jetzt auf internationaler Ebene nur noch die Verwendung von einheitlichem Material erlaubt und es sind bestimmte Grundmaße vorgeschrieben. Für Sandra Kiriasis und ihre Team-Player hat das durchaus Folgen, denn die lange erprobten Siegerkufen, von denen es für unterschiedliche Temperaturen verschiedene Ausführungen gibt, dürfen so nicht mehr zum Einsatz kommen. In der Konsequenz bedeutete dies, die in vielen Rennen bestens bewährte Kufenform auch im neuen Einheitsmaterial darzustellen und mittels möglichst genauer Übernahme der Geometrie und 3D-Konturen quasi 1: 1 zu übertragen. Aus diesem Grund suchte das „BobTeam Sandra Kiriasis“ professionelle Hilfe in Gestalt eines „Metallbearbeitungs-Dienstleisters“, was in der Folge eine ganze Reihe von Technologie-Unternehmen auf den Plan rief. Zunächst galt es die Form der „alten“ Kufen präzise einzuscannen und zu digitalisieren. Die digitalen Messdaten mussten dann in ein NC-Programm umgewandelt und für die CNC-Bearbeitung auf einem Bearbeitungszentrum aufbereitet werden. Das Einscannen und Digitalisieren der alten Kufen wurde von Renishaw organisiert und durchgeführt, das NC-Programm erstellten die Programmier-Spezialisten von Sescoi, die Aufbereitung für die CNC-Bearbeitung oblag Siemens, und das Fräsen erfolgte auf einem 5-Achsen-CNC-Bearbeitungszentrum von DMG vom Typ DMU 125 P mit Siemens-Steuerung 840 D.
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