ISCAR Drehen
 
 

Fertigdrehoperation: Durchmesser-Ausgleichsfaktor

Beim letzten Bearbeitungsvorgang muss für den Fertigdurchmesser ein Ausgleichsfaktor berücksichtigt werden. Nach dem ersten Einstich bis zum gewünschten Fertigdurchmesser wird zum Längsdrehen die Bearbeitungsrichtung gewechselt. An diesem Punkt setzt dann die Auslenkung ein. Falls die Bearbeitung ohne Korrektur fortgesetzt wird, dringt die Schneidenecke A in den Werkstoff ein. Daraus ergeben sich zwei verschiedene Durchmesser: øD1 vom Einstechen und øD2 vom Drehen. Aus der Differenz zwischen øD1 und øD2 ergibt sich ein Wert, den wir als ? bezeichnen. Der Ausgleichsfaktor ist Δ/2,
wie nachfolgend dargestellt.

Δ/2 =øD1-øD2/2

Mit der Anwendung des Ausgleichsfaktors wird der kleine Ansatz in der Oberfläche des Werkstücks vermieden. Berücksichtigen Sie bei der Bearbeitung folgende einfache Regeln:
1 Stechen Sie ein bis zum Fertigdurchmesser.
2 Ziehen Sie das Werkzeug zurück um den Wert Δ/2.
3 Setzen Sie die Fertigdrehoperation fort.

Charakteristische Werte von Δ finden Se in den Diagrammen auf der folgenden Seite.