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Bestimmung von Schnittiefe und Vorschub

Schnittiefe und Vorschub beeinflussen Leistung und Standzeit des Schneideinsatzes. Ist die Schnittiefe im Verhältnis zur Breite zu tief oder der Vorschub zu hoch, könnte er überlastet sein und das hätte Bruch zur Folge. Das Schaubild zeigt die empfohlenen Bereiche für Schnittiefe ap und Vorschubwert f für jede Schneidenbreite W. Ist die Schnittiefe im Verhältnis zum Vorschub zu gering, reichen die resultierenden Seitenkräfte nicht aus, das Werkzeug genügend auszulenken. Vibration und Instabilität könnten auftreten.
















Minimale Schnittiefe
Die Schnittiefe beeinflusst entscheidend die seitliche Auslenkung. Wird bei geringer Schnittiefe ein breiter Schneideinsatz eingesetzt, ist die daraus resultierende Auslenkung zu gering, um wirksam zu sein. Dies führt dann zu Vibration. Bei Fertigdrehoperationen, hier ist die Schnittiefe in der Regel gering, ist es wichtig, einen Schneideinsatz mit geringer Breite und kleinem Eckenradius einzusetzen. Das Schaubild zeigt die empfohlenen minimalen Schnittiefen und minimalen Vorschubwerte, abhängig von Schneideinsatzbreite und Eckenradius.







Schneideinsatzbreite
Die Breite eines Schneideinsatzes beeinflusst auch seine Stabilität.
Er sollte, bezogen auf die Abmessungen des Werkstücks, so breit wie möglich sein. Die Breite eines Schneideinsatzes bestimmt auch die zulässige Auskraglänge des Werkzeugs. Je größer der Schneideinsatz, desto breiter ist dann die obere und untere Klemmbacke des Trägerwerkzeugs und es sind höhere Kräfte erforderlich, um die notwendige seitliche Auslenkung zu bewirken. Damit die seitliche Auslenkung gewährleistet ist, sollte bei geringer Schnitttiefe ein verhältnismässig schmaler Schneideinsatz gewählt werden.