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TECHNOLOGIEFR%u00c4SEN BOHREN DREHEN STECHEN INDUSTRIENDie Mondlandschaft der unbegrenzten M%u00f6glichkeitenSpanformer sind Spanbildungselemente am Werkzeug. Sie sorgen daf%u00fcr, dass der entstehende Span gezielt geformt, gebrochen oder abgeleitet wird. Im ISCAR-Portfolio finden sich mehr als 20 unterschiedliche Varianten, die in die Schneide eingepresst werden %u2013 zumindest im Standard. Bei Sonderwerkzeugen zum Stechen und Drehen ist damit aber kein Blumentopf zu gewinnen. Hier helfen nur gelaserte Spanformer und er%u00f6ffnen ungeahnte M%u00f6glichkeiten. %u201eDas Verfahren gibt es zwar schon l%u00e4nger, vor zehn Jahren war es jedoch schlicht nicht rentabel%u201c, erinnert sich Frederik Schmalbach, Produktmanager Non-Rotating Tools bei ISCAR.%u201eEine gelaserte Platte war damals extrem teuer. Heute k%u00f6nnen wir sie dank moderner Maschinen und automatisierter Abl%u00e4ufe zu akzeptablen Preisen anbieten %u2013 vor allem, weil Anwender den unmittelbaren Nutzen sehen.%u201cWo konventionelle Verfahren wie Formpressen oder Sintern von pulverf%u00f6rmigem Hartmetall zu Spanformern an ihre Grenzen sto%u00dfen, er%u00f6ffnet das Lasern neue M%u00f6glichkeiten. Besonders bei Sonderkonstruktionen im Stechen und Stechdrehen bietet diese Technologie deutliche Vorteile: Sie erlaubt eine exakte Gestaltung der Spanleitstufen, ohne die Schneidenh%u00f6he zu ver%u00e4ndern oder Konturen zu verzerren. Gerade bei komplexen Formeinstichen und in schwer zu zerspanenden Werkstoffen sorgt dies f%u00fcr zuverl%u00e4ssige Spankontrolle.Flexibilit%u00e4t bei der FormDas Verfahren ist praxistauglich, das zeigt die wachsende Nachfrage. Anfragen zu gelaserten Spanformern geh%u00f6ren mittlerweile zum Alltag %u2013 sei es, weil ein Standardspanformer nicht ausreicht oder weil Kunden bei Sondergeometrien gezielt nach L%u00f6sungen zur Spankontrolle suchen. Anwendungen reichen von der Medizintechnik bis hin zur Bearbeitung gro%u00dfer Werkst%u00fccke mit speziellen Einstichbreiten. In manchen F%u00e4llen wird der Spanformer sogar nur partiell eingelasert, um genau dort Wirkung zu zeigen, wo es n%u00f6tig ist.Technisch bietet das Lasern gro%u00dfe Flexibilit%u00e4t. Spanformer aus dem Standardportfolio k%u00f6nnen im Sonderbereich nahezu beliebig nachgebildet oder modifiziert werden. Entscheidend ist die Anpassung an die konkreten Anforderungen: Werkst%u00fcckstoff, Vorschub und Maschinenparameter bestimmen, welche Geometrie sinnvoll ist. So l%u00e4sst sich beispielsweise die Breite einer Schutzfase exakt auf den vom Kunden gefahrenen Vorschub abstimmen. Ist dieser zu klein, greift der Spanformer nicht; bei h%u00f6heren Vorsch%u00fcben kann die Fase breiter ausgelegt werden, was wiederum die Standzeit erh%u00f6ht.Eine Herausforderung liegt in der Oberfl%u00e4chenstruktur der gelaserten Spanmulden. %u201eUnter dem Mikroskop wirkt sie wie eine Mondlandschaft%u201c, erkl%u00e4rt Frederik Schmalbach. %u201eIm hinteren Bereich des Spanformers ist das unproblematisch, an der Hauptschneide f%u00fchrt es jedoch zu Standzeitverlusten %u2013 deshalb auch die eingeschliffene Schutzfase.%u201c Mit neuen Laserquellen arbeitet ISCAR daran, diesen Schritt k%u00fcnftig %u00fcberfl%u00fcssig zu machen.Wirtschaftliches PENTA-System als BasisGrunds%u00e4tzlich lassen sich alle Stechwerkzeuge mit gelaserten Spanformern ausstatten, in der Regel dienen aber Rohlinge aus ISCARs wirtschaftlichem, f%u00fcnfschneidigen PENTACUT-Pr%u00e4zisionsstechsystem als Basis. Die Schneideinsatz-Rohlinge sind in verschiedenen Varianten verf%u00fcgbar und k%u00f6nnen zum Ab-, Profil- und %u2026 und die PENTA 27 f%u00fcrs Profilstechen.In der Regel dienen Rohlinge aus ISCARs PENTACUT-Pr%u00e4zisionsstechsystem als Basis f%u00fcr Sonder-Stechwerkzeuge. Etwa die PENTA 34 f%u00fcrs Ein- und Abstechen %u2026Der Spanformer basiert auf Standard-Varianten, die genauan die Anforderungen beim Anwender angepasst werden, etwa f%u00fcr Aufgaben in der Medizintechnik.52

